„Bücherwelten“ - Kultursoziologische Essays

Die hier vorliegenden Essays behandeln die Welt der Bücher und insbesondere die der Antiquariate unter dem besonderen Blickwinkel der Kultursoziologie.

Sie sind dabei keiner bestimmten theoretischen Ausrichtung verpflichtet, sondern reflektieren meist selbst Erlebtes aus der Perspektive teilnehmender Beobachtung, die zusammenhanglos Befunde und Reflexionen von Georg Simmel ebenso wie Pierre Bourdieu oder Howard S. Beckers mit einbeziehen.

Der weitgehende Verzicht auf theoretische Einbettungen und die Konzentration auf teilnehmende Beobachtung legt die Essayistik als soziologisches Reflexionsmedium geradezu nahe. Der Essay als Gattung kommt bescheidener und unbeschwerter daher als der sozialwissenschaftliche Fachaufsatz, andererseits erhebt er sich wie selbstverständlich über die Flut alltäglicher journalistischer Niederungen. Er spielt mit der Leichtigkeit von stilistischen Ausdrucksformen ohne auf Tiefe zu verzichten, wo Wissenschaft einerseits und Journalismus andererseits in ihren jeweiligen Ergussformen feststecken.

Insofern wollen die Essays ausdrücklich mit zwinkerndem Auge zum Selberdenken einladen, wo die Wissenschaft vornehmlich definieren und der journalistische Beitrag nur informieren will. Als ihr Autor freue ich mich auf Ihre Kommentare, Anregungen und Widersprüche.

Dr. Andreas Kleemann

Essay-1   Eine kurze Kultursoziologie des Antiquariats

Essay-2   Warum in Indien „Antiquariate“ Orte preußisch anmutender Ordnung sind

Essay-3   Vom Bildband zum „web-pic“: Wie das Internet die Aktfotografie verändert hat

Essay-4   Die Bücher wissen nicht mehr wohin